Manche Neuzugänge sind etwas Besonderes. So wie dieser Porsche 968 CS nach einem Unfall am Nürburgring. Der Club Sport in Speedgelb kam nach einem Rennunfall zu uns. Ein Unfall mit einem 968 CS wiegt schwer, denn der Club Sport ist selten und bei Kennern begehrt. Gleichzeitig zeigt der Wagen, wofür er gebaut wurde: für die Rennstrecke.
In diesem Beitrag stellen wir Ihnen das Modell vor. Wir erklären, worauf es nach einem Rennstreckenschaden ankommt. Außerdem zeigen wir, warum wir auch beschädigte Klassiker genau ansehen.
Unser Neuzugang: ein 968 CS in Speedgelb
Was wir zu diesem Fahrzeug sicher sagen können: Es ist ein Porsche 968 CS, lackiert in Speedgelb. Der Schaden entstand bei einem Rennunfall auf dem Nürburgring. Baujahr und Schadensbild nennen wir, sobald die Prüfung abgeschlossen ist. Wir spekulieren nicht.
Speedgelb gehörte zum Start des Club Sport im Modelljahr 1993 zu einer kleinen Auswahl an Serienfarben. Bei Porsche wird Speedgelb meist unter dem Code 12G geführt. Beim konkreten Fahrzeug sollte der Code immer am Datenträger oder im Fahrzeugbegleitheft geprüft werden.
Warum der 968 CS eine eigene Klasse ist
Der 968 Club Sport ist die puristische Version des 968. Porsche baute ihn ab Ende 1992 (Modelljahr 1993) bis 1995. Die Idee war einfach: weniger Gewicht, weniger Komfort, mehr Fahrspaß. Eine von Porsche zitierte Angabe nennt rund 1.538 Exemplare. Andere Quellen kommen auf abweichende Zahlen. Sicher ist: Der CS ist selten.
Technik ohne Kompromisse
- Motor: 3,0-Liter-Reihenvierzylinder mit 16 Ventilen und variabler Nockenwellensteuerung VarioCam. Beim 968 kam VarioCam erstmals zum Einsatz.
- Leistung: 240 PS bei 6.200/min und 305 Nm bei 4.100/min. Der CS hat dieselbe Leistung wie der reguläre 968.
- Gewicht: laut Werk 1.320 kg und damit rund 50 kg leichter als das Standardmodell.
- Fahrwerk: 20 mm tiefer und straffer abgestimmt. Optional gab es das Sportfahrwerk M030 mit einstellbaren Koni-Dämpfern und stärkeren Stabilisatoren.
- Räder: 17-Zoll-Räder mit breiteren Reifen.
- Sperrdifferenzial: Viele 968 CS haben ein Sperrdifferenzial mit 40 Prozent Sperrwirkung (Code M220). Ob es ab Werk Serie war, darüber gehen die Angaben auseinander. Beim konkreten Fahrzeug zeigt es der Datenträger.
Weglassen als Prinzip-Leichtbau & Schnell
Beim CS fehlt vieles, was den Basis-968 komfortabel macht. Je nach Markt entfallen unter anderem Airbags, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, Rücksitze und Heckwischer. Statt der Rücksitze gibt es eine Ablage. Die Fenster werden gekurbelt. Auch ein Großteil der Dämmung fehlt. Klimaanlage und Radio sind nicht Serie. Außerdem sparen eine kleinere Batterie und ein vereinfachter Kabelbaum Gewicht. Den Innenraum gibt es nur in Schwarz.
Vorne sitzen Sie in Leichtbauschalen. Bei frühen Autos sind deren Rückschalen in Wagenfarbe lackiert. Gerade bei einem speedgelben CS ab Werk fällt das sofort ins Auge.
Damals gelobt, heute gesucht Rarität für Sammler
Die Fachpresse lobte den CS schon zur Bauzeit. Damals war er sogar günstiger als der reguläre 968. Heute gilt er unter Transaxle-Fans als gesuchter Sammlerwagen.
Porsche 968 CS Unfall: Was nach einem Rennstreckenschaden geprüft wird vor dem Ankauf
Ein Unfall auf der Rennstrecke ist kein Parkrempler. Die Kräfte sind oft größer. Deshalb reicht ein Blick auf die Außenhaut nicht aus. Nach einem Unfall gehören typischerweise diese Punkte dazu:
- Achsvermessung: Stimmen Sturz, Nachlauf und Spur noch?
- Karosserievermessung: Ist die Karosserie symmetrisch? Sitzen die Federbeindome richtig?
- Achsträger und Hilfsrahmen: Gibt es Verformungen?
- Fahrwerksteile: Sind sicherheitsrelevante Teile frei von Rissen?
- Reparaturweg: Bei jeder Instandsetzung gelten die Vorgaben des Herstellers.
Beim Transaxle-Porsche kommt hinzu: Originalteile für Sondermodelle wie den CS sind nicht immer leicht zu bekommen. Umso wichtiger ist eine ehrliche Bestandsaufnahme.
Ein Wort zur Versicherung
Nach einem Rennstreckenunfall erleben viele Besitzer eine zweite Überraschung. Für Rennveranstaltungen besteht nach den üblichen Kaskobedingungen kein Schutz. Viele Versicherer schließen inzwischen auch Touristenfahrten und freies Fahren auf Rennstrecken ausdrücklich aus. Gerichte haben solche Klauseln bestätigt, etwa das OLG Hamm 2017 (Az. 20 U 213/16) für eine Touristenfahrt. Wer seinen Wagen auf der Strecke absichern will, braucht vorher eine spezielle Trackday-Police. Im Einzelfall kommt es immer auf die Bedingungen Ihres Vertrags an. Lassen Sie sich dazu fachlich beraten.
Warum wir auch beschädigte Klassiker genau ansehen
Ein Schaden macht aus einem seltenen Porsche kein gewöhnliches Auto. Die Seltenheit bleibt. Die Geschichte bleibt. Und die Substanz ist oft besser, als der erste Eindruck vermuten lässt. Entscheidend ist, was wirklich betroffen ist. Deshalb bewerten wir jedes Fahrzeug einzeln. Pauschale Aussagen oder schnelle Versprechen gibt es bei uns nicht.
Nach einem Unfall zögern viele Halter lange. Sie fragen sich, ob sich eine Reparatur lohnt oder ob ein Verkauf besser ist. Diese Frage hängt vom Fahrzeug, vom Schaden und von Ihren Plänen ab. Wir sehen uns Ihr Auto an und sagen Ihnen offen, was wir von ihm halten.
Sie haben einen Porsche mit Schaden? Bieten Sie ihn uns an
Ob 968 CS, 944, 911 oder ein anderes Modell: Wir kaufen Porsche in jedem Zustand. Das gilt auch für Fahrzeuge mit:
- Unfallschaden
- Motorschaden
- Brandschaden
- Rennstreckenschaden, etwa nach Trackday oder Rennen
Seit 1988 sind wir in Hanau auf den Ankauf von Porsche spezialisiert. Schicken Sie uns ein paar Fotos und die wichtigsten Daten zu Ihrem Fahrzeug. Nutzen Sie dafür die Kontaktmöglichkeiten auf crash-sportwagen.de. Wir melden uns bei Ihnen und besprechen die nächsten Schritte.


